Indien - Impressionen

Indien - Impressionen

Impressionen aus Indien. Land und Leute, Sehenswürdigkeiten, Fotos von Ereignissen und Erlebnissen aus Südindien, Momentaufnahmen.

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Günnes Tipp


Indien Tag 6/1

Indien Tag 6/1

Am heutigen Tag stand schon wieder ein Tempel auf unsererem Plan. Nach einem meiner Meinung nach nicht so besonderen Frühstücksbuffet brachen wir gegen 9 Uhr auf. Nun aber nix wie rein in den Tempel und zur Schuhabgabe.

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Indien Tag 7 – 25.12.2008

Von Tanjore nach Madurai

Wie kommt man an des Cashews Kern?

Bevor ich vom heutigen Tag berichte noch ein kleiner Nachtrag zu gestern Abend. Wir waren ja wieder im “Sathars” und anschließend, als wir zurück im Hotel waren machten wir noch einen kleinen Abstecher an den Pool. Nein, nicht um zu baden! Dort wurde gestern Abend ein kleines Weihnachtsfest gefeiert und wie wir sehen konnten, hatten die Touristen dort ganz schön gebechert. War nicht weiter schlimm – für uns jedenfalls – jedoch mussten wir uns da auch noch was gönnen und so kam es dazu, dass wir in all dem Aufräumtrubel uns noch ein Bier genehmigten. Aber ich schwöre, es war nur eines und danach ging es ganz brav ins Bett.

So, nun ging es heute Morgen zeitig los, denn wir hatten die Strecke Tanjore/Madurai zu überwinden. Für diese Fahrt von 160 Kilometern war eine Zeit von 4,5 Stunden eingeplant. Jeder kann sich schnell im Kopf so ungefähr ausrechnen, bei wieviel die Durchschnittsgeschwindigkeit auf diesem Wegstück liegt. Nach ca. 1,5 Stunden im Bus kreuzten unseren Weg ein paar kleine offene Holzhütten aus denen es ziemlich stark rauchte. Unser Bus hielt an und wir sahen sofort, dass es sich hierbei um eine Cashew-Verarbeitung handelte. Aha, hier werden also die leckeren Cashew-Kerne geröstet und wie ich sehe ist das ein wirklicher Job der Marke “Jobs die man selbst nicht machen will”! Jedenfalls beim Anblick des Arbeitsablaufes macht man sich so seine Gedanken über Arbeitssicherheit, Arbeitnehmerrechte und einer Gewerkschaft. Aber es ist wohl besser ich beschreibe euch das Ganze mal in ein paar Worten.


So werden in Indien Cashew-Kerne geröstet

Also, da ist zuerst dieser Mann ohne Schuhe, der fleißig mit einem Stock in einem Tongefäß herumrührt. Ihr erinnert euch an unseren Besuch beim Töpfer? Ja genau, diese Töpfe werden auch hier verwendet. Nun gut, dieser Mann hat den Topf auf einem kleinen Feuer und in dem Topf befinden sich Cashew-Kerne. Eifrig schwingt er seinen Stab und rührt und guckt und rührt wieder, bis ihn das Gefühl übermannt die Kerne könnten nun genug Hitze vertragen haben. So kippt er mit seinem Holzstab und einer gekonnten Bewegung diesen heißen Topf neben sich auf den Boden und bestäubt sie mit Sand, damit sie abkühlen. Anschließen krallt sich eine der vier Frauen, die hier in der Hocke am Boden sitzen einen Teil der Kerne und klopft ihnen mit einem Stein die Schale herunter. Fertig ist die geröstete Cashew! Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass das ein Drecksjob ist und ich um kein Geld der Welt mit den Leuten hier tauschen möchte? Jedenfalls waren die Inder hier voll bei der Sache. Fabelhaft sag ich da nur, denn die Menschlein ließen sich nicht mal durch uns aus der Ruhe und dem Konzept bringen und arbeiteten wie die Besessenen.

Die ganze Straße entlang standen im Abstand von ungefähr 30 Metern diese kleinen Hütten. Davor jeweils ein Haufen dieser Kerne auf einem kleinen Holzbrett, abgepackt in 500g Packungen und einladend zum Verzehr. Ich glaube keiner von uns konnte da wiederstehen und musste so ein Päckchen mit frische gerösteten Cashew-Kernen kaufen. Der Preis dafür war gerade zu lächerlich für jemanden aus dem Westen: 500g zu 150 Rupien (ca. 2,30 Euro). Tja, wir verbrachten hier schon fast eine halbe Stunde bevor es weiter ging mit unserem Trip. Wieder im Bus konnte ich von Kilometer zu Kilometer beobachten, wie sich die Landschaft änderte – es wurde hügeliger. Für mich als Bayern sind das natürlich noch keine richtigen Berge, aber dennoch schon ansehnlich. Um 10.30 Uhr war es wieder Zeit für eine kleine Pause. Ich denke wir wollten einen Fotostop einlegen, denn oben von einem dieser Hügel lachte uns eine Burg oder so etwas ähnliches an. Also Bus gestoppt und kurz mal raus zum Luftschnappen und für ein paar Schnappschüsse.

Ich sah einen kleinen Verkaufsstand mit lauter bunten Flaschen. Ja, um genau zu sein waren nicht die Falschen bunt sondern deren Inhalt. Limonade in grün, gelb oder rot. Da konnte ich nicht wiederstehen und musste unbedingt eines dieser verstaubten Fläschchen probieren. Ich kaufte mir eine Flasche von dem roten und da es keine Strohhalme gab trank ich halt aus der Flasche – war ja verschlossen. Ein riesen großer Fehler, denn der erste Schluck schmeckte nicht nach köstlichem Zuckerirgendwas sondern nach ganz ordinärem Dreck. Bäh! Damit komm ich auch gleich zum zweiten Schluck, der kurz nach einer Putzaktion des Flaschenrandes folgte. Schluck Nummer Zwei: Bäh! Diesmal war es nicht der eklige Geschmack von Straßenstaub sondern das absolut überzuckerte Gesöff mit roter Farbe. Ich sah auf das Etikett und glaubte hier eine Orange zu erkennen. Irgendwie, aber irgendwie auch nicht würde ich mal sagen. Von Orange keine Spur, dafür jede Menge Zucker, künstliche Geschmacks- und Farbstoffe die Alles auf den Ersten Blick sehr einladend aussehen ließen. Weil schon bezahlt hab ich’s ruter gewürgt und mir gleich ein pures Wasser hinten nach gegönnt.

Irgendwo zwischen Tanjore und Madurai



Die Berichte zum Tag 7 der Reise


Übersicht Reisebericht:


Indien Tag 6/2

Indien Tag 6/2

In einem Tempel kann man viel erleben. So auch hier im Brihadisvara-Tempel in Tanjore. Nachdem wir den Schock mit unserem kleinen indischen Wirbelsturms verdaut hatten, ging es ungestört weiter durch die Tempelanlage.

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